Warum Räucherlachs in der Schwangerschaft gefährlich bzw. nicht ratsam ist

15 Mai 2017
Warum Räucherlachs in der Schwangerschaft gefährlich bzw. nicht ratsam ist

Es gibt viele Lebens- und Genussmittel, die in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen sind. Die Liste dieser Waren ist lang, denn sie beschreibt neben Alkohol, Kaffee und Nikotin auch alltägliche Nahrungsmittel wie zum Beispiel Rohmilch und rohe Fischprodukte.

Die Verschiedenen Krankheitserreger und ihre Gefahren

In nicht vollends durchgegarten Lebensmitteln, sowie die Rinde von Käse und Lebensmittel die nicht nach den hygienischen Standards behandelt worden sind, können sich Krankheitserreger wie Listerien und Toxoplasmen befinden. Diese Krankheitserreger können dem Wohl von Mutter und Kind schaden. Denn, selbst wenn gesunde Erwachsene nicht an Listerien und Toxoplasmen erkranken, können diese Parasiten schwere Folgen für die Mutter, aber vor allem für das ungeborene Kind haben, beispielsweise verursacht Toxoplasmose gondii Gehirnverkalkungen bei Neugeborenen.

Listerien in nicht erhitztem Fisch

Insbesondere besteht bei nicht komplett durchgegarten Fischprodukten, wie Räucherlachs, Graved Lachs und generell kaltgeräucherten Fischen die Gefahr eines Listerienbefalls. Darüber hinaus ist diese Gefahr um ein vielfaches höher wenn die Produkte vakuumverpackt sind, da Listerien sich unter Ausschluss von Sauerstoff vermehren können und durch die Art der Verpackung das Wachstum konkurrierenden Keime gehemmt wird.

Zudem kann eine Listerieninfektion in der Schwangerschaft zu Fehl- oder Frühgeburten führen. Je früher die Infektion mit Listerien in der Schwangerschaft auftritt, desto wahrscheinlicher ist das Risiko einer Fehlgeburt. Falls eine Infektion mit dem Parasiten kurz vor der Geburt auftritt, kann dies zu Atem- und Kreislaufstörungen, oder sogar zu einer Hirnhautentzündung, führen. Deswegen sollten Schwangere lediglich gut erhitzte und durchgegarte Fischprodukte, wie Fischkonserven und pasteurisierte Fischerzeugnisse, verzehren.

Die Infektion durch Nematoden

Ein gesundheitliches Risiko für die Mutter stellt ebenfalls der Verzehr von Nematodenlarven in Fischprodukten dar, dies kann allerdings nicht auf das Kind übertragen werden und geschieht ebenfalls bei rohem Fisch. Die Nematoden Larven werden durch das Futter aufgenommen und befinden sich in den Verdauungsorganen der Lebewesen; durch korrektes Ausnehmen und die Entfernung der kritischen Organe kann der Befall der Fischfilets vermieden werden.

Bei dem Verzehr von rohem Fisch sollte man auf sehr gut ausgewählte Ware zurückgreifen, Beispielsweise sollte man beim Verzehr von Sushi darauf achten, dass nur Muskelfleisch verwendet wird, das 12 Stunden bei -18°C eingefroren wurde. Aber im besten Fall komplett während der Schwangerschaft auf rohe oder geräucherte Fischprodukte verzichten!

weitere Informationen:
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=325

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