Prostatakrebs – wie wichtig ist die Prostata Vorsorgeuntersuchung

09 Okt 2017
Prostatakrebs – wie wichtig ist die Prostata Vorsorgeuntersuchung

Der Prostatakrebs gehört bei den Männern zu den häufigsten Krebserkrankungen – neben Lungen- und Darmkrebs. Als dritthäufigste Todesursache bei den genannten Krebserkrankungen, sollten regelmäßige Prostata-Vorsorgeuntersuchungen beim Mann durchgeführt werden.

Was ist Prostatakrebs?

Unter Prostatakrebs wird eine bösartige Tumorerkrankung verstanden, die vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) ausgeht. Wird Prostatakrebs nicht frühzeitig erkannt, kann es zu folgenden Beschwerden kommen:

    • Blasenentleerungsstörungen
    • Knochenschmerzen
    • Rückenschmerzen
    • Gewichtsverlust
    • Blutarmut

Wenn diese Symptome schon auftreten, hat eine Metastasierung bereits stattgefunden. Meistens in den Lymphknoten oder in die Knochen (Knochenmetastasen). In der Regel ist eine vollständige Heilung nur möglich, wenn sich noch keine Metastasen gebildet haben und keine Organe durch den Krebs angegriffen sind.

Zur Behandlung von Prostatakrebs bietet sich

    • die Entfernung der kompletten Prostata an,
    • Strahlentherapie oder
    • eine Hormontherapie.
    • Eher seltener wird Prostatakrebs mit einer Chemotherapie behandelt.

Was wird wie bei einer Prostatakrebsvorsorgeuntersuchung untersucht?

Prostatakrebs ist eine tückische Erkrankung, die sich meistens erst im bereits fortgeschrittenen Stadium und Alter (ab dem 60. Lebensjahr) bemerkbar macht. In Deutschland werden daher regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen für Männer erst mit über 40 Jahren durchgeführt.

Die Krebserkrankung soll so in einem möglichst heilbarem Stadium erkannt werden und jährlich wiederholt werden. Die Vorsorgeuntersuchung, auch digitale-rektale Untersuchung kurz DRU genannt, erfolgt durch einen Facharzt. Die Kosten für diese Untersuchung werden durch die Krankenkassen getragen.

Neben der DRU ist auch die Bestimmung des PSA-Wertes durch einen PSA-Test eine sichere Maßnahme, um das künftige Krebsrisiko des Mannes zu minimieren.

Wie genau ist die Prostatakrebsvoruntersuchung?

Bei der digitale-rektale Untersuchung (DRU) tastet der behandelnde Arzt die Prostata vom Enddarm aus ab. Zusätzlich werden auch die Genitalien und die Lymphknoten in der Leiste abgetastet.

Transrektaler Ultraschall (TRUS)  © bilderzwerg - Fotolia

Transrektaler Ultraschall (TRUS) © bilderzwerg – Fotolia

Für den PSA-Test erfolgt die Abnahme von Blut oder Sperma. In der Regel wird aber nur Blut abgenommen. Sollte der PSA-Test im Sinne des Patienten negativ ausfallen, so können vom behandelnden Arzt weitere Gewebeprobe angeordnet werden, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können.

Was ist der PSA Wert und was sagt er genau aus?

PSA ist eine Abkürzung für die Prostata spezifischen Antigene im Körper des Menschen in Form eines Eiweißkörpers. Dieser soll das Sperma verflüssigen und ist im Sperma selbst, sowie im Blut nachweisbar. Der über das Blut gemessene Prostata-Wert ist als der PSA-Wert bekannt.

Für die Durchführung der PSA Prostata-Vorsorgeuntersuchungen gibt es Leit- und Richtlinien. Eine davon beinhaltet die Kriterien, nach denen zur Sicherheit weitere Gewebeprobe angeordnet werden können:

    • PSA-Wert ab 4 ng/ml
    • Auffälliger Befund bei digital-rektalen Tastuntersuchungen (DRU)
    • Auffälliger PSA-Anstieg

Der PSA-Test ist derzeit in Deutschland noch umstritten, nicht alle Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Untersuchung. Am besten man erkundigt sich danach bei seinem behandelnden Facharzt.

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