Insektengiftallergie – Ursachen, Symptome, Behandlung und Notfallset

11 Apr 2017
Insektengiftallergie – Ursachen, Symptome, Behandlung und Notfallset

Immer mehr Menschen leiden an Allergien, auch die Allergien gegen Bienen- und Wespenstiche haben zugenommen und können in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich sein. Wie kann man sich und seine Kinder schützen?

Ursachen und Symptome

Bei jedem Stich geben Bienen und Wespen etwas von ihrem Gift ab. Normalerweise ist das nur ein wenig schmerzhaft und die Haut schwillt um die Einstichstelle herum leicht an. Es gibt aber auch Menschen, die eine Allergie gegen Insektengifte entwickelt haben und die weitaus heftigere Reaktionen haben. Grund dafür sind zum einen die Imunschwäche einiger Menschen und zum anderen zählen Umweltfaktoren immer mehr zu den Ursachen auftretender Allergien.

Bei einer allergischen Reaktion auf Insektenstiche können

  • starke und schmerzhafte Schwellungen an der Einstichstelle, aber auch im Gesicht oder Hals auftreten,
  • es kann zu Atemnot,
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden,
  • Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit kommen.

Wer das erste Mal so stark auf einen Insektenstich reagiert, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Sind die Reaktionen bekannt, ist es wichtig, ein Notfallset mit sich zu führen und einzusetzen.

Behandlung

Die erfolgreichste Behandlung ist eine spezifische Immuntherapie wie zum Beispiel der Desensibilisierung bzw. Hypersensibilisierung, die bei einem sehr hohen Prozentsatz der Behandelten gut anschlägt. Bei dieser Therapie wird dem Betroffenen unter ärztlicher oder stationärer Aufsicht eine minimale Menge des Insektengiftes injiziert, der Körper kann dann eine Immunabwehr gegen das Gift bilden. Zuvor wird ein Test gemacht, um sicher zu sein, dass man eine Insektenallergie hat, oft kann es auch eine einmalige Überreaktion sein, die Schwellungen und Juckreiz nach einen Insektenstich auslösen.

Die Therapie wird in immer größeren Abständen mit immer geringerer Insektengiftmenge durchgeführt, und ist bei bis zu 90 % der Menschen so erfolgreich, dass nach der Behandlung bei Bienen- und Wespenstichen keine allergischen Reaktionen mehr auftreten.

Notfallset für Allergiker gegen Insektenstiche

Allergiker sollten stets ein Notfallset mit sich führen.Besonders wichtig ist das bei Ausflügen ins Grüne, beim Picknick oder in den Monaten mit erhöhtem Insektenaufkommen. Das Notfallset enthält Medikamente mit dem Wirkstoff Adrenalin, Cortison oder einem Antihistaminikum. Normalerweise ist der Allergiker nach einer ärztlichen Unterweisung selbst in der Lage, die Notfallmedizin einzusetzen.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist das Vermeiden von Bienen- oder Wespenstichen. Bunte Kleidung lockt Insekten besonders an, deshalb sollte dies vermieden werden. Wenn eine Biene oder Wespe in der Nähe ist, sollte man hektische Bewegungen unterlassen, da diese von den Insekten als Angriff aufgefasst werden könnten. In der Nähe von Blumen, Essensresten oder süßen Getränken muss im Freien vermehrt mit Insekten gerechnet werden.

Quellen und weitere Hinweise zum Thema:

http://www.gesundheit-nordhessen.medical-guide.net/deutsch/A/Allergien/Insektengiftallergie/page.html
http://www.daab.de/allergien/insektengiftallergie/
http://www.onmeda.de/krankheiten/insektengiftallergie.html

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