Gefahren bei einer Gürtelrose – Ursachen, Ansteckungsgefahr und Behandlung

23 Feb 2017
Gefahren bei einer Gürtelrose – Ursachen, Ansteckungsgefahr und Behandlung

Die Gürtelrose ist eine Infektionskrankheit, bei der ein niedriges Ansteckungsrisiko für andere Leute besteht. Gefährdet sind neben Schwangere, Personen, die ein geschwächtes Immunsystem haben und in der Vergangenheit einmal eine Windpocken-Infektion hatten.

Die Ursachen einer Gürtelrose

Nach einer Windpockeninfektion bleiben die Krankheitserreger über mehrere Jahre im Körper versteckt ohne einen Schaden anzurichten. Bei einigen Patienten war in jungen Jahren der Ausbruch dieser Erkrankung derartig schwach, dass keine Beschwerden spürbar waren. Trotzdem haben die Viren den Weg ins Körperinnere gefunden und leben hier unbehelligt über viele Jahre. Im gesetzten Alter werden die Viren plötzlich reaktiviert und es kommt zur Gürtelrose.

Bei älteren Menschen ist häufig das Immunsystem etwas geschwächt, wodurch die Viren ein leichteres Spiel haben. Auch Stress, mangelnder Schlaf, Medikamente oder Trauer begünstigen einen Ausbruch dieser Krankheit.

Einige Leute sind der Meinung, nach einer überstandenen Gürtelrose ist der Körper vor einer weiteren Erkrankung geschützt. Dies ist leider nicht der Fall, denn die betroffenen Personen können durchaus mehrmals an einer Gürtelrose erkranken.

Inkubationszeit bei einer Gürtelrose

Bei einer Gürtelrose, die Mediziner sprechen von einem Herpes Zoster, bilden sich in der Bauch- und Rückengegend, in der Höhe des Nabels, kleine Bläschen, welche recht schmerzhaft sein können. Die meisten Menschen schämen sich für diese Erkrankung und verdecken besonders im Sommerhalbjahr diese Regionen. Weil sich diese Hautausschläge gürtelartig ausbreiten, wird im Volksmund von einer Gürtelrose gesprochen.

Bei schweren Verläufen können Sehstörungen, Lähmungen oder heftige Hautreaktionen auftreten. In einigen Fällen kann es sogar zu einer Hirnhautentzündung kommen. Je älter die Menschen sind, die von einer Gürtelrose betroffen sind, desto dramatischer kann der Krankheitsverlauf auftreten.

Behandlung bei Gürtelrosen

Die Ärzte verschreiben den Betroffenen Medikamente, welche gezielt gegen Herpesviren wirken. Die verordneten Arzneimittel enthalten die Wirkstoffe Brivudin und Aciclovir, die die Ausbreitung der Viren stoppen. Gegen auftretende Schmerzen werden dem Patienten Schmerzmittel verschrieben. Auch die Patienten selbst können für eine schnellere Abheilung etwas tun. Sehr wichtig ist, dem Körper ausreichend Ruhe zu gönnen. Außerdem sind die betroffenen Stellen gewissenhaft zu pflegen. Dafür gibt es Puder, Salben oder spezielle Lösungen, wodurch die Beschwerden und der Juckreiz gelindert werden können.

  • Gürtelrose bei Kindern

Die Gürtelrose kann auch bei Kindern auftreten, doch derartige Fälle sind extrem selten und der Verlauf ist weniger dramatisch. Die Gürtelrose kann ausgelöst werden, wenn es zu einer ungenügenden Immunität bei den Windpocken gekommen ist.

  • Gürtelrose in der Schwangerschaft

Besonders gefährlich kann eine Gürtelrose in der Schwangerschaft für eine Frau werden, die noch nie an Windpocken erkrankt war. Hat sich die Schwangere bei einem anderen Patienten infiziert, so kann diese Erkrankung dramatische Folgen für das ungeborene Kind haben.

Besonders in den ersten Schwangerschaftswochen kommt bei dem Fötus zu schweren körperlichen Missbildungen. Auch geistig wird das Kind schwer geschädigt sein. Die Mediziner empfehlen in diesem Stadium den Anbruch der Schwangerschaft. Zuvor erfolgt allerdings ein Bluttest, um festzustellen, ob die Schwangere in ihrer Kindheit die Windpocken hatte. Können diese Viren im Blut nachgewiesen werden, so ist die Gefahr von Missbildungen kaum zu erwarten.

Impfung gegen Gürtelrose

Seit kurzer Zeit besteht die Möglichkeit, dass sich ältere Menschen gegen die Gürtelrose impfen lassen können. Der genutzte Impfstoff ist in der Regel gut verträglich und es wird das Risiko für eine Erkrankung gesenkt. Trotzdem kann nicht komplett ausgeschlossen werden, dass diese Erkrankung bei einigen Senioren trotzdem auftritt, allerdings ist der Verlauf weniger folgenreich. Die Patienten überstehen diese Krankheit besser und auch die Schmerzen halten sich in Grenzen. Jede Person ab dem 60. Lebensjahr sollte mit seinem Hausarzt über eine Impfung sprechen!

Neuste Erkenntnisse:
Neuste Studien brachten ans Tageslicht, dass sich bei einer Gürtelrose die Gefahr einen Schlaganfall zu bekommen, um 74 Prozent erhöht. Deshalb sollte dem Körper ausreichend Ruhe gegönnt werden. Einige der Senioren, die 85 Jahre und älter sind, nehmen eine Gürtelrose nicht ernst. Sie sparen sich den Weg zum Arzt und versuchen selbst die Symptome mit Hausmitteln zu bekämpfen. Dabei gibt es auf dem Markt sehr gute Medikamente, welche gegen „Herpes Zoster wirken. Diese Erkrankung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn es können durchaus chronische Nervenschmerzen nach dieser Erkrankung entstehen.

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