Der Einsatz von extrakorporalen Stoßwellentherapien

17 Apr 2017
Der Einsatz von extrakorporalen Stoßwellentherapien

Seit dem Jahr 1980 wird die extrakorporale Stoßwellentherapie bei Nierensteinen angewendet. Nierensteine können zu Koliken führen, wo sich die Schmerzen bis zur Unerträglichkeit steigern können. Nierensteine entstehen dadurch, dass einige Substanzen durch den Urin nicht aufgelöst werden und diese langsam größer werden.

Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie werden hochenergetische Druckwellen erzeugt, welche die Nierensteine zertrümmern. Die Mediziner haben festgestellt, dass Männer häufiger mit Nierensteinen zu kämpfen haben als Frauen.

Vorbeugen können die Menschen mit einer ausgewogenen Kost, weniger Fleisch und Salz und reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch Bewegung erschwert die Bildung von Nierensteinen.

Stoßwellentherapei bein Knochenbrüchen und Entzündungen

Die extrakorporale Stoßwellentherapie wird seit 1989 auch zur Behandlung von Knochenbrüchen angewendet. Bei einigen Patienten verläuft der Heilungsprozess nach einem Knochenbruch sehr schleppend. Mit etwas weniger Energie als üblich, werden auch Sehnenanentzündungen, der Fersensporn oder die Kalkschulter behandelt. Im Körper des Menschen bilden sich manchmal kleine Kalkablagerungen, welche den Heilungsprozess verlängern. Durch die extrakorporale Stoßwellentherapie werden die Substanzen zerstört.

Nebenwirkungen und Kassenleistungen

Als Nebenwirkungen können Blutergüsse oder Schwellungen an der Hautoberfläche auftreten. Werden die Schmerzen während der Behandlung intensiver, so wird dem Patienten ein Narkosesaft verabreicht. Sollte durch die extrakorporale Stoßwellentherapie keine Verbesserung auftreten, so ist die Behandlung abzubrechen. Mit dem Arzt muss nach einer Alternative gesucht werden.
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen eine Anwendung in der Orthopädie nicht. Hier muss der Patient seine Kosten selbst tragen. Bei einer Schmerzbehandlung werden die Kosten auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, das sollte aber vorhei bei der jeweiligen Krankenkasse erfragt werden.

Die Behandlungsmethode

Durch Röntgen wird genau ermittelt, an welcher Stelle sich der Krankheitsherd befindet. Dadurch wird genau ermittelt, welcher Bereich des Körpers mit Druckwellen beschossen werden muss.
Der Patient liegt bei dieser Behandlung auf einer Liege und darf sich nicht bewegen. Die Geräte werden so genau eingestellt, dass benachbarte Nerven oder Blutbahnen nicht geschädigt werden.

Die Druckwelle selbst verspürt der Patient wie einen leichten Hammerschlag in der entsprechenden Region.
So eine Therapie dauert etwa 5 bis 10 Minuten und wird ohne Betäubung durchgeführt und kann heutzutage auch ambulant durchgeführt werden.

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