Blähungen bei Babys – Ursachen und Symptome sind anfangs nicht immer eindeutig

02 Aug 2017
Blähungen bei Babys – Ursachen und Symptome sind anfangs nicht immer eindeutig

Wer ein Baby hat, weiß, dass Weinen die einzige Möglichkeit des Säuglings ist, um bei Nöten auf sich aufmerksam zu machen. Wenn es sich nicht beruhigen lässt, zum Beispiel wenn es auf dem Arm genommen wird, gewickelt oder gefüttert, machen wir uns Sorgen.

Viele Mütter wissen um die Darmkoliken, unter der ihr Säugling in den ersten drei Monaten leiden kann. Häufig sind stundenlange Schreiattaken da keine Seltenheit. Meist passiert es ungefähr eine halbe Stunde, nachdem das Baby gegessen oder getrunken hat.Legen wir die Hand auf das Bäuchlein des Babys, ist die Luft darin oft spürbar. Ein bekanntes Symptom ist hier, dass das Baby die Beinchen anzieht und versucht krampfhaft die sich angesammelte Luft wieder loszuwerden. Dies geht mit Schmerzen einher, die meist erst mit dem Ausscheiden vom Stuhl nachlassen.

Was sind Ursachen für Blähungen bei Babys?

Es passiert, wenn das Baby gefüttert wird, dass zusammen mit der Nahrung Luft geschluckt wird, die dann zusammen, mit der beispielsweise Milch, in den Magen gelangt. Der feinblasige Schaum, der durch die Milch mit Sauerstoff im Magen entsteht, wird nicht aufgelöst.

Dies liegt daran, weil der Verdauungstrakt des Säuglings noch nicht voll ausgebildet ist. Die sogenannten Schaumbläschen wandern unverdaut in den Darm und können dort die Koliken verursachen. Der entstehende Druck ist dann für die Schmerzen verantwortlich.

Was tun, wenn das Baby an Blähungen leidet?

Zuerst sollte festgestellt werden, ob das Baby auch wirklich an Blähungen leidet, da organische Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.

Hier ein paar Tipps, worauf Mütter achten sollten, um Blähungen beim Kind zu vermeiden oder stark einzuschränken:

    • wichtig ist, dass das Baby beim Stillen nicht nur an der Brustwarze saugt, sondern auch den Warzenhof mit einsaugt
    • bei der Flaschenzubereitung darauf achten, die darin angerührte oder geschüttelte Milch einen Moment lang stehen zu lassen, damit sich die Luftbläschen wieder auflösen können
    • das Fläschchen dann so schräg halten, dass der Flaschennuckel vollständig mit Nahrung ausgefüllt ist
    • sehr wichtig ist es, darauf zu achten, dass der Säugling während der Nahrungsaufnahme und danach sein Bäuerchen macht
    • das Baby kann unterstützt werden, indem es so gehalten wird, das es mit dem Köpfchen über eine Schulter schaut so muss die Luft nicht den langen Weg über den Darm zurücklegen, sondern kann durch das Aufstoßen entweichen.

Wichtig ist auch, beim Füttern dafür zu sorgen, dass eine entspannte Atmosphäre vorhanden ist, da ein entspanntes Kind weniger Luft schluckt, als ein aufgeregtes.

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