Ärztemangel in den ländlichen Regionen – so will Deutschland die medizinische Versorgung aufrecht halten

14 Apr 2017
Ärztemangel in den ländlichen Regionen – so will Deutschland die medizinische Versorgung aufrecht halten

Das Problem mit fehlenden Ärzten in ländlichen Regionen erreicht immer mehr seinen Höhepunkt. Während es früher vielleicht noch attraktiv war sich auf dem Land niederzulassen, zieht es vor allem junge Ärzte zunehmend in die Stadt. Betroffen davon sind vor allem kleinere Kliniken die die Versorgung auf dem Lande sicherstellen sollen, so müssen Patienten schon jetzt häufig weit zu ihrem Hausarzt fahren.

Ungleiche Verteilung

Während auf dem Land eine Unterversorgung herrscht und manche Gebiete sogar bereits ohne hausärztliche Niederlassung sind, gibt es in Städten regelrechte Ballungsgebiete mit einer Überversorgung an Hausärzten. Vor allem junge Mediziner und Spezialisten zieht es in die städtischen Gebiete wo teilweise ein Versorgungsgrad von 300-400 % vorliegt. Hinzu kommt dass in den nächsten Jahren tausende Ärzte in Rente gehen und für ihre Praxis keinen Nachfolger finden, das wird auch deutlich, wenn man sich die ärztlichen Stellenausschreibungen anschaut, denn dann sieht man wieviele freie Stellen in den ländlichen Regionen vorhanden sind. Zugleich besteht aber bei der immer älter werdenden Bevölkerung die Bedürftigkeit, medizinisch behandelt zu werden.

Bisherige Maßnahmen ohne Erfolg

Um die Versorgung auf dem Land dennoch sicherzustellen hat die Selbstverwaltung der Ärzte, Kassen und Krankenhäuser und der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) Ende 2012 die Weichen für mehr Fachärzte und Psychotherapeuten gestellt. Bisherige Maßnahmen wie die finanzielle Hilfe bei Praxisübernahme oder die Befreiung von Arzneimittelobergrenzen haben bisher nicht gefruchtet, deshalb soll weiter versucht werden vor allem junge Mediziner auf das Land zu locken.

So soll die medizinische Versorfung aufrecht erhalten werden

Anfang 2012 wurde durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das Versorgungsstrukturgesetz geschaffen (Landarztgesetz). Hierin heißt es „Junge Ärztinnen und Ärzte sollen motiviert werden, sich in unterversorgten Regionen neu niederzulassen oder dort Praxen zu übernehmen„. Somit soll etwa die Residenzpflicht entfallen und der Arzt kann auf dem Land praktizieren, muss aber nicht mehr zwingend dort leben und wohnen.

Eine weitere Maßnahme sieht vor ca. 3000 neue Hausarztsitze neu zu schaffen, ebenso könnte die von der KBV in Aussicht gestellte bessere Bezahlung der Landärzte ein Mittel sein mehr Hausärzte auf die ländlichen Gebiete zu bekommen.

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